
Es kann sicher nicht gesagt werden, für Linux gäbe es keine leicht zu bedienbare und funktionelle Video Software. KDEnlive und OpenShot sind beispielsweise Vertreter dieser Gattung. Wie sieht es allerdings im professionellen Segment aus? Gibt es für Linux Video Software, um den (Post)Produktions-Workflow im professionellen Bereich abzudecken? Lightworks für Linux nähert sich der öffentlichen Testphase. Damit werden die Karten im Bereich professioneller Videobearbeitung mit Linux und Open Source in kürze neu gemischt.
Red Shark attack – Video Software kein roter Hering
Ende diesen Monats erscheint die erste Testversion von Editshares Lightworks, die auf Linuxrechnern läuft. Kurz darauf soll die Mac-Version folgen. Die Video Software hat eine große Tradition im Videoschnitt und ist nach wie vor an der Postproduktion berühmter Hollywood-Filme beteiligt. Was Blender 3D im Renderer-Umfeld darstellt, könnte Lightworks als Videoschnittsoftware unter Linux werden. Ob der Quellcode den Weg zur Community findet, ist allerdings noch unklar.
Lightworks – Änderungen für Linux
Über 95 % des ursprünglichen Codes hat den Weg in die Linuxversion gefunden. Der Rest besteht aus wichtigen Anpassungen auf das Open Source Betriebssystem. Beispielsweise die GPU Beschleunigte Effekt und Videoausgabe mittels Directx unter Windows wurde durch OpenGL ersetzt. Auch die Umsetzung von effizientem Multithreading war einer der Hürden, die genommen werden mussten.Editshare verstärkt seine Aktivitäten
Anfang Oktober hat Editshare mit den Redsharknews.com eine Newsseite mit aktuellen Infos über professionelle Visualisierung in englischer Sprache etabliert. Im Zeichen von Lucy, dem roten Lightworks Maskottchen, sind dort schon eine Menge informativer Artikel zu finden. Dies kommt nicht nur den nach Angaben von Editshare fast 400 000 Nutzer der professionellen Video Software zugute. Ein guter Tipp für Videobegeisterte und Technikfreaks.
Lightworks – Cross Plattform Video Editor mit Zukunft
ıllıllı Auch wenn das bekannte Cinelerra viele Effekte und Funktionen beinhaltet, sind diesem Video Editorklare Grenzen gesetzt. Zudem lässt die Update-Politik von Heroine Virtual Ltd. viele Nutzerwünsche offen. Auch vom Cinelerra-Fork Lumiera! war lange nichts mehr zu hören. Es ist zu erwarten, dass Lightworks einen anderen Weg geht. Durch die baldige Verfügbarkeit auf mehreren Plattformen könnten Videodaten in heterogenen Umgebungsstrukturen ausgetauscht und bearbeitet werden.
Lightworks kann für Linux Der! Video Editor für den letzten Schliff im Video-Workflow professioneller Produktionen werden. Auch wenn Editshare mit der Pro-Version kommerzielle Ziele verfolgt, führt die Vermarktung sicherlich dazu, dass auch die Community-Variante dauerhaft von den Updates profitiert. Mit Lightworks würde Linux weitere Verbreitung im Umfeld professioneller Video-Produktionen finden. Als Linux Betatester freue ich mich schon auf Ende Oktober und hoffe, dass Editshare die wichtigsten Hausaufgaben für die Linuxversion erledigt. Denn gerade für Videoproduktionen sind neben den wichtigsten Funktionen Stabilität und Geschwindigkeit wichtige Kernkompetenzen, nicht wahr? ıllıllı

