Sep 292014
 

Im Vorfeld der CloudOpen Europe 2014 (13.-15. Oktober in Düsseldorf) ist es mir eine Ehre, eine bekannte Persönlichkeit aus den Reihen erfolgreicher Open Source Software Unternehmen zu Gast auf meinem bescheidenen Blog zu haben. Es handelt sich um Frank Karlitschek, den Gründer der viel eingesetzten und bekannten Cloud Software ownCloud.

Als Experte gibt er nützliche Tipps zur Datensicherheit in der Cloud. Gerade durch die kürzlich statt gefundenen  kleineren und größeren Skandale ist dieses Thema weiterhin im Focus der öffentlichen Aufmerksamkeit. Wir freuen uns über Infos zur Roadmap von ownCloud und darüber, welche Ziele das Unternehmen für die nähere Zukunft verfolgt. Somit ist das Interview nicht nur für Technikfreaks von Bedeutung, sondern für jeden, der externe Datenspeicher Systeme nutzt.

Frank Karlitschek ownCloud Gründer

Frank Karlitschek ownCloud Gründer

Und. Ja, ich habe es geschafft, ich habe mich zurückgehalten und sie nicht gestellt: Die „why are you so great“ -Frage. Jetzt schweife ich ab. Kommen wir zu den Fragen.

Interview mit Frank Karlitschek

MLB: Herr Karlitschek, wie kann ich meine Daten sicher in der Cloud abspeichern?

Frank Karlitschek: Das ist ist keine einfach zu beantwortende Frage. Der Begriff “Cloud” wird in unterschiedlichen Zusammenhängen verwendet. Teilweise im Bereich Infrastruktur wie z.B. Amazon AWS oder für File Syncing wie Dropbox, Applikationen wie Facebook oder andere Webservices.

Tatsache ist, dass, falls Regierungen, Geheimdienste, White-Hat oder Black-Hat Hacker oder andere Personen die eigenen Daten finden wollen, dann werden sie vermutlich Mittel und Wege finden, dies zu tun. Das bedeutet aber nicht, dass man die Daten nicht so gut wie möglich schützen sollte. Schlieβlich schlieβen wir alle unser Auto und unsere Wohnung ab.

Wir müssen uns allerdings entscheiden, wie sicher wir unsere Daten schützen wollen. Ich habe ownCloud ursprünglich gegründet, da nicht jeder der File Sync und Sharing Dienste nutzen möchte, gleichzeitig mit den Terms of Services und Nutzungsbedingungen der Public Cloud Services einverstanden ist. Es muss eine Möglichkeit geben, die modernen Cloud Funktionen zu nutzen, ohne gleichzeitig die Kontrolle über die eigenen Daten sowie Privacy und Security abzugeben.

Es gibt heutzutage unterschiedlichste Möglichkeiten, Daten im Unternehmen oder auβerhalb des Unternehmen zu hosten. ownCloud unterstützt unterschiedliche Szenerien, sodass der IT Manager die optimale Architektur wählen kann.

Einige Empfehlungen für eine sichere Datenhaltung sind:

– Es müssen zwingend sichere Passwörter verwendet werden. Viele Data-Leaks der jüngsten Vergangenheit wurden durch unsichere Passwörter erst möglich.

– Dezentralisierung. Nicht alle wichtige Daten sollten an einer Stelle gehostet werden. Dezentralisierung insbesondere unter Berücksichtigung der verschiedenen Sicherheits- und Kostenaspekte ist wichtig.

– Moderne Cloud Technologien sollten verwendet werden, was nicht zwingend hosting “in the cloud” bedeuten muss. ownCloud unterstützt beispielsweise on-premise Technologien wie OpenStack oder off-premise Lösungen wie Amazon S3.

MLB: Was sind die nächsten Software Sprints von ownCloud?

Frank Karlitschek: Wir veranstalten 1-2 Entwicklertreffen pro Jahr. Der nächste Event ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

MLB: Zur Roadmap von ownCloud: Was bringt der nächste große Entwicklungsschritt?

Frank Karlitschek: Unser Ziel ist ein 10X Wachstum in der nahen Zukunft. In Anbetracht unseren sehr schnellen Wachstums in den letzten 3 Jahren ist das kein unrealistisches Ziel. (https://owncloud.com/awesome-community)

Daten in der Cloud

Wir werden daran arbeiten, ownCloud noch einfacher für User benutzbar zu machen. Auf Enterprise Seite ist der nächste grosse Schritt “Universal File Access”.

In Organisationen liegen die Daten momentan hauptsächlich in Daten-Silos. Die Situation wird durch Consumer Public Cloud Services wie Dropbox und Google Drive noch verschlimmert. Es gibt hier groβe Security und Privacy Probleme.

OwnCloud wird die Möglichkeit bieten, auf alle Data zuzugreifen, unabhängig wo sie gespeichert sind. Gleichzeitig bleibt die volle Kontrolle über die Daten erhalten.

Die Daten müssen nicht verschoben werden und können in dem entsprechenden System gespeichert bleiben und müssen nicht dupliziert werden.

MLB: Bezüglich Embedded Systems: OwnCloud auf dem Rasperry Pi ist mit ein bisschen Gefrickel schon möglich. Planen Sie in Zukunft Hardware Produkte für Unternehmen oder Endkunden?

Frank Karlitschek: Das ist eine spannende Idee. Wir als ownCloud Inc. werden uns auf unsere Enterprise Produkte konzentrieren und wir beabsichtigen nicht, Hardware Produkte anzubieten.

Allerdings ist das ein spannendes Thema für die ownCloud Community. Auf der letzten ownCloud Contributor Conference in Berlin wurden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, ownCloud in Router und andere Devices zu integrieren (http://owncloud.org/blog/owncloud-contributor-conference-was-awesome/). Je einfacher ownCloud zu installieren und zu betreiben ist, desto mehr User werden ownCloud verwenden.

MLB: Herr Karlitschek, vielen Dank für die ausführliche Beantwortung der Fragen und die wertvollen Tipps. Meine gewogenen Leser und ich wünschen Ihnen, auch im Interesse aller, weiterhin viel Erfolg mit ownCloud!

 

ownCloud – manage your atmosphere

ıllıllı  OwnCloud sichert nicht nur die Gradwanderung zwischen einfacher Installation, schneller Verfügbarkeit und möglichst hoher Eigenverwaltung über die Datenströme. Niemand anders entscheidet über Größe und Performance des Datenspeichers. Naja, solange niemand meine Blender .bvh – Anim-Dateien gegen mich verwendet, bleibe ich weiterhin Cloud-Fan. Also: Eigener Server? Check! Linux Client? Check! Android App? Prima! Läuft! Oh, Mr Karlitschek and ownCloud, why are you so great? ıllıllı

Aug 172014
 

Vor ein paar Tagen ist die Einladung zur LinuxCon Europe 2014 und zur CloudOpen Europe 2014 zu mir reingeflattert. Nun, reingeflattert, ist gut gesagt. Besonders gefreut habe ich mich über einen Tux Muffin und für mich unbedeutender Linux-Blogger die erste Einladung direkt von der Linux Foundation zu den großen Linux Events LinuxCon und CloudOpen 2014.

Synergieeffekte und Networking

In diesem Jahr wurden die LinuxCon + CloudOpen + ELC Europe mit verschiedenen anderen technischen Veranstaltungen zusammengelegt, so dass sich „weitere Möglichkeiten für die Weiterbildung und Zusammenarbeit eröffnen.“ Und das liegt auf der Hand. Viele verschiedene Technologien und Unternehmen und letztlich der Privatanwender profitieren von den daraus entstehenden Synergieeffekten.

LinuxCon und CloudOpen in Düsseldorf

Hier sind die Daten der LinuxCon und Hand in Hand der ebenfalls im Kongress Zentrum Düsseldorf statt findenden CloudOpen.

LinuxCon 2014 Einladung

LinuxCon 2014 Einladung

LinuxCon 2014 / CloudOpen 2014

13. – 15. Oktober

Kongress Zentrum Düsseldorf

Über was dürfen wir uns auf der LinuxCon 2014 und CloudOpen 2014 freuen?

Warum lohnt sich ein Besuch LinuxCon und CloudOpen?

– Vertreter großer bekannter Unternehmen wie beispielsweise OwnCloud äußern sich in Fachvorträgen zu Ihren Themen. Ebenso Entwickler und Projektleiter aus der Linux-Community.

Natürlich ist auch Linux-Erfinder und Visionär Linus Torvalds vertreten. Bezüglich der Vorträge informiere mit einem gesonderten Artikel.

– Es gibt keine vergleichbare Veranstaltung in Europa, bei der sich Entwickler, Systemadministratoren, Systemarchitekten und technisches Fachpersonal mit unterschiedlichen Qualifikationen zwecks Bildung, Zusammenarbeit und Problemlösung unter einem Dach zusammenkommen

– Es finden statt sage und schreibe 100 Teilveranstaltungen zu innovativem Content z.B. bezüglich Kernel-Updates, Speichertechnologien und Schnittstellen, zu Sicherheit, Internet of  Things sowie Vorträge zum Thema Kooperation und Best Practices bei Open-Source-Projekten

– Es wird bezüglich Linux Embedded Entwicklung und Produkten einiges gezeigt und geboten. – CloudOpen Europe bietet technischen Content in Bezug auf Open-Cloud-Plattformen einzige Veranstaltung, bei der sich verschiedene Open-Cloud-Technologien unter einem Dach zusammenfinden AWS, Chef, CloudStack, Docker, Gluster, Hadoop, Juju, KVM, Linux, MariaDB, MySQL, OpenDaylight, OpenStack, oVirt, Puppet, SaltStack, Xen Project u.a. Also ein Mekka für Open Source und Linux Begeisterte.

Mehr über die Linux Foundation

Wer immer schon wissen wollte, wer oder was sich hinter der Linux Foundation verbirgt, darf unteres lesen: „Die Linux Foundation ist eine gemeinnützige Vereinigung, die sich der Verbreitung von Linux und der kollaborativen Software-Entwicklung verschrieben hat. Die im Jahr 2000 gegründete Organisation unterstützt das Werk des Linux-Entwicklers Linus Torvalds. Sie fördert, schützt und verbessert das Linux-Betriebssystem und kollaborative Software-Entwicklung, indem sie die Ressourcen ihrer Mitglieder mit denen der Open-Source- Community zusammenbringt. Die Linux Foundation bietet ein neutrales Forum für Zusammenarbeit und Bildung.

Sie veranstaltet Kooperationsprojekte und Linux-Konferenzen wie LinuxCon und beschäftigt sich mit Forschungsarbeiten und Inhalten, die zu neuen Erkenntnissen über Linux und kollaborative Software-Entwicklung führen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.linuxfoundation.org. Marken: Linux Foundation, Linux Standard Base, MeeGo, Tizen und Yocto Project sind Marken der Linux Foundation. Linux ist eine Marke von Linus Torvalds.“

Danke Linux Foundation

ıllıllı In eigener Sache: Vielen Dank für die liebe Einladung zur LinuxCon. Es war für mich sehr überraschend, einmal Post von der Linux Foundation zu erhalten. Und dann noch so kreative.

LinuxCon CloudOpen 2014

LinuxCon 2014 Einladung

Vielen Dank für die Arbeit am größten Open Source Plattform. Es toll, an diesem großen Projekt teilhaben zu dürfen. Viel Freude und Inspiration Euch allen! Euer Multimedia Linux Blogger ıllıllı