Jan 132015
 

Hier ist der letzte Teil  der LinuxCon Nachlese mit meinen abschließenden Eindrücken der Messe. Wo waren die Hauptpunkte? Die Antwort auf die Große Frage: Wie die Linux Foundation ihr Lieblingsprodukt definiert,  wurde beispielsweise am dritten Tag der LinuxCon im Saal 1 gezeigt.

„Linux is sharing“

Vielleicht habe ich es bis zu dieser LinuxCon nicht verstanden. Nun weiß ich, was Linux und Open Source für die Weltgemeinschaft bedeuten kann. Es ergibt sich ein Vorteil für alle, die an gemeinsamen Projekten teilhaben und letztendlich für alle, die die Software nutzen. Dahinter stehen ganz klare kommerzielle Interessen. So schön und einfach zugänglich Gratis Open Source Software für Anwender wie mich gestrickt ist. Letztlich muss irgendjemand Zeit und Geld investieren, um eine gute Lösung anzubieten. „Sharing the best getting the most“.

Live long and prosper with linux

Ein schönes Beispiel für Sharing, welches jedem einen klar ersichtlichen Nutzen gibt, ist das weltweit laufende medizinische Projekt OpenMRS. So rettet freie Open Source Software sogar Menschenleben. Das wirkte vielleicht etwas übertrieben, war jedoch Tatsache. Denkt man jedoch weiter über das Thema nach, ergibt sich aus dem Sharing Gedanken wirklich ein Einsparen von Arbeits- und Lebenszeit, so dass Fortschritte von Projekten stark beschleunigt werden können. Es ist schon fast eine Herausforderung, bei Vorträgen wie diesen nicht euphorisch zu werden.

Linux Foundation brings all together

Diese Kooperation, welche unterschiedlichste Unternehmen, sogar Konkurrenten verbindet, ist meines Erachtens nur durch die freie und offene Architektur von Linux möglich.

Und hier ist ganz besonders die (Aufklärungs) Arbeit der Linux Foundation zu nennen, die zum einen (mit Papa Linus) für die Aktualisierungen des Linux Kernels zuständig zeichnet und durch Schulungen und Projekte gerne unterstützt. Kongressähnliche Events wie die LinuxCon / CloudCon / Embedded Con tragen zum guten Image der Linux Foundation weiter bei. Leute, schlagt mich, aber ich mag die Linux Foundation und die Arbeit der Leute, die dahinter stehen. Vom Marketing Bereich, über die Messeplanung bis zu den offiziell angestellten Kernel-Entwicklern.

 

Keilerei um Open Source

Die Cloud, der man vertraut

Die Gegenwart und Zukunft liegt in der Cloud. Soviel steht fest. Wie im Unternehmens WAN Cloudtechnologien für einen effizienten Workflow sorgen und gleichzeitig Sicherheitsaspekte nicht außer Acht gelassen werden, zeigte eindrucksvoll Frank Karlitschek, der Gründer von OwnCloud. Im Vorfeld der LinuxCon beantwortete er bereits schon ein paar interessante Fragen in einem Interview, welches man auf meinem Blog nachlesen kann.

Frank Karlitschek von OwnCloud

 

Howgh! Am Stand von Apache: Cloud Theorien und T-Shirts

Auch HP im Zeichen der CloudOpen

HP Helion basiert auf der OpenStack-Technologie und soll zu erheblichen Produktivitätssteigerungen innerhalb eines Unternehmens führen. Cloud machts möglich.

 

 Milliarden EUR/ Dollar für Gratis Software?

Warum sollten Unternehmen Milliarden investieren, um Software zu entwickeln, deren Quelltext sie jedem offenlegen?

Ist das nicht ein Widerspruch in sich? Wie können Unternehmen mit starkem kommerziellen Anspruch nur so viel Geld in freie Software investieren? Ganz einfach. Auch freie Software muss entwickelt, angepasst und strategisch richtig eingesetzt werden. Open Source ist für viele Unternehmen, gerade für die ganz Großen und immer mehr mittelständische bis größere ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden, in den jährlich viele Milliarden fließen.

 

Großer Open Source Pusher Huawei: Hier mit Anthony Soong (links)

Linus Torvalds: Nur echt mit diesem Zeichen

Die Linux Foundation war sich um die Popularität ihres Aushängeschildes und Linux Erfinders Linus Torvalds bewusst und so bediente sie sich eines Gimmicks, um die erwarteten Massen mit einem Souvenir zu versehen. Ein Zauberkasten mit Blitzlicht mixte das eigene Konterfei digital mit einem gespeicherten Linus Torvalds Foto. Naja, wer’s mag.

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Linus fake for the touristas

 

 

„Is it a Nexus 4?“

Ein wahrer Linux Begeisterter gibt sich natürlich nicht mit einer Kopie zufrieden, sondern nur mit dem Original. Am 3. Tag stand Linus‘ Interview auf dem Plan und danach gab es für wenige noch kurz die Möglichkeit, mit ihm ein paar Worte zu wechseln oder ein Erinnerungsfoto zu schießen. Zitat Linus:“Oh its white. Is it a Nexus 4?“. Nein, mein Nexus 5 war für die mehr oder weniger ansehnlichen Blog Fotos von der LinuxCon verantwortlich.

 

Linus Torvalds (rechts 😉   )

Hier ist wie versprochen der dritte Teil des Interviews mit Linus Torvalds.

Interview mit Linus Torvalds auf der Linuxcon 2014 Teil 3

Hier gehts zum ersten Artikel der Serie (link)

Hier gehts zweiten Artikel der Serie (link)

Open Source Blockbuster

ıllıllı  Das waren die drei Tage als Gast der Linux Foundation in Düsseldorf. Drei Tage voller Input, dem Kennenlernen von absoluten Open Source Spezialisten und mit bekannten Branchengrößen auf Tuchfühlung. Sollte sich wieder eine ähnlich gute Möglichkeit ergeben, meine Lieblingsmesse zu besuchen, bin ich wieder dabei. ıllıllı

Jan 052015
 

Hallo liebe Leute, hier ist wie geplant, der 2. Teil der LinuxCon Nachlese.  Diesmal geht es um kleine und größere Aussteller, um Linux Embedded Systeme und wie angekündigt, der 2. Teil des Interviews mit Linus Torvalds.

Kein 2k Problem

Es war, kann schon gesagt werden, keine Messe für die Massen. Das wurde zum einen durch die spezifischen Themen und natürlich auch durch hohe Eintrittspreise realisiert. Trotz allem sagte man, dass dies gemäß Besucherzahlen von über 2000 Anwesenden die wohl bisher größte LinuxCon war. Trotz allem war von Überfüllung keine Spur. Niemand trat sich buchstäblich auf die Füße.

Alle, sogar die vielen Bediensteten, welche die Besucher mit Getränken versorgten, machten einen relaxten Eindruck. Als Gast der Linux Foundation machte es einfach Spaß in einen Bereich hineinzublicken, der mir im realen Leben eher verschlossen bleibt. Wie schon gesagt, dies ist der 2. Artikel zur LinuxCon 2014. Am Ende des Artikels gibt es die Links zum ersten Artikel.

Here we are and cracking.. jokes

Win Win Situationen

Am HP Stand gab es ein paar Pads zu gewinnen und ganz viele Trostpreise. Dazu dienten Mini Blutooth Boom Box Lautsprecher.

Will ich H(a)P(en)

Überall gab es Stifte und sonstige Souvenirs und auch die Linux Foundation verschenkte fleißig T-Shirts.

 

Gute Laune am Fedora Stand

Ohne roten Hut und ganz Open Linux

Die Guys vom Fedora Stand wollten mal nichts verkaufen, wie der Sponsor Red Hat und verteilen fleißig Fedora Linux Sticker zum auf’m Laptop Windows Bapperl überkleben. „Na schiebt mal was rüber, Jungs“ und macht weiter so!

 

Embedded linux: Neues vom Yocto Projekt

Ob in Zukunft der erste Replikator mit Yocto Embedded läuft?

Am Stand des Yocto Projektes wurde fleißig 3D gedruckt und über aktuelle Open Source Technologien gefachsimpelt. Das Yocto-Projekt ist ja bekanntlich ein Open-Source-Projekt, welches einen Rahmen bietet, um unabhängig von Hardware-Architektur, benutzerdefinierte Linux-Basis-Distributionen für Embedded-Produkte zu schaffen.

Dadurch ergeben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten gegeben, um z.B. vorhandene Open Source Hardware oder ganz neue Projekte schnell mit der passenden Software zu versorgen.

Geia sas,Costantinos!

Kurz zu den letzten Updates im Oktober:

Die neueste Version 1.7 Yocto gibt es seit Oktober/November 2014 brachte eine Gesamt-Stabilisierung.

Ebenso gab es Verbesserungen in der allgemeine Leistung und Benutzerfreundlichkeit.

Zudem Updates Pakete zu den neuesten Entwicklungen im Bereich Open Source-Software einschließlich gcc 4.9 sind nun enthalten. Ein Wechsel von eglibc zu glibc war auch notwendig, wobei die aktuellen LTSI Kernel-sowie andere Standard-Softwarekomponenten aktualisiert wurden.

Treibstoff: Kein bleifreies Diesel, sondern Embedded Yocto Linux

 Zero harmony with zero downtime

Suse und Red hat stritten sich darum, wer denn nun wirklich Zero downtime beim Kernel update hinbekommen würde. „Die werben damit nur, bei uns funktioniert das wirklich!“ Die Zeit wird zeigen, welche Geschmacksrichtung erfolgreicher wird. Euer Blogger und Poweruser freut sich natürlich über sinnvolle updates. Der Internetsurfer freut sich natürlich, wenn weniger Baustellenseiten auf seinem Monitor erscheinen. Ungeachtet dessen, war das nette Aufgebot am Suse Stand ein Hingucker, der positives Messefeeling versprühte.

Open source mit Hintertürchen: Rechte und Pflichten

Wo Unternehmen viel Geld für Forschung und Entwicklung von Open Source ausgeben, will man natürlich zuerst einmal die Vorteile für sich nutzen und möglichst Mitbewerbern das Mindeste dieser Investition überlassen. Die Rechte, Tücken und Pflichten der GPL auszuloten ist eine Herausforderung, denen sich einzelne Rechtsanwälte nicht mehr allein stellen müssen.

Tatsächlich gibt es einen großen Verbund von spezialisierten Advokaten explizit für den Open Source und Linux Bereich, die sich gegenseitig bei schwierigen Fragen unterstützen. Dass eine solche Organisation existiert, war mir bis dato nicht klar.

Linux vs Linux

Derart entspannte und locker gekleidete Rechtsanwälte, wie auf der LinuxCon, habe ich bis dato nicht gesehen. Ja, es gibt ihn, den Geek Rechtsanwalt, mit technischem Verständnis und Puls am Fortschritt!

Open Source ist Anwalts Liebling

 

 

Intelligenter als Sherlock

Am freundlichen IBM Tisch war immer was los. Neben Gesprächen über Open Source Strategien fachsimpelte man gerne über die neuesten Errungenschaften der KI und über die neuesten Watson Systeme, welche unter anderem im Logistik-bereich eingesetzt werden. Ich kam nicht umhin, mich dafür zu begeistern, wie intelligent mittlerweile Computersysteme und Maschinen Arbeitsabläufe ausführen, über weite Strecken hinweg voneinander lernen und was interessant und zum Teil etwas erschreckend ist, wie wenig Menschen selbst noch in diese Arbeitsabläufe integriert werden und werden müssen.

IBM Hatschi und K.B. Nemsi 😉

 

Können Computer denken?

Am IBM Stand versicherte man mir: Ja, sie können denken. Nur solle man sich davon verabschieden, anzunehmen, dass moderne Rechenmaschinen dies auf die ähnliche Art und Weise wie ein Mensch tun müssten.

Ja, das mag wirklich so sein. Ich hoffe, in der nächsten Zeit einen Artikel über die aktuelle Leistungsfähigkeit neuronaler Systeme fertigstellen zu können. Spannend ist das Thema auf jeden Fall.

IBM Watson Syteme sind bereits seit Jahren erfolgreich im Einsatz und auch gerade aufgrund der werbewirksamen Jepardy Spieles, bei dem die Leistungsfähigkeit eines Computersystems im Vergleich zum Mensch in einer bestimmten Anwendung eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

 

Learning by Workshops and Communication

Gefühlte 300 Workshops und Vorträge zu speziellen Themen.  Diese wurden jeweils bereits online angekündigt und festgelegt. Zudem gab es die Infos während der Messe sauber geordnet und jeweils mit extra Spalten für LinuxCon, CloudCon und EmbeddedCon. Alle Orte waren ausgeschildert und nummeriert. Der schnellste weg zur Themenreihe war selbsterklärend und einfach erreichbar.

 

 

Workshops und Vorträge rund um Linux und Open Source: Ein Mekka für ernste Anwender, Geeks und Interessierte

 

Beliebte Themenreihen und große Ankündigungen fanden bei der LinuxCon in Saal 1 statt.

Hardware fix, Software flexibel wie Turnschuh

Hier nur ein Beispiel für einen aufschlussreichen und sehr unterhaltsamen Vortrag: Das Lösen eines Embedded Problems, bei dem es Kamera Geschwindigkeitsproblemen mittels Software Linux Gstreamer. Wenn die Hardware vorgegeben wird, muss die Software flexibel sein. Der Redner plauderte aus dem Nähkästchen, welche Herausforderungen zeitweise auf einen Entwickler zukommen. Von Abgabeterminen über fehlende Inspiration, Teamveränderungen, sowie technischen Herausforderungen, sowie unflexible Vorgaben des Kunden war alles dabei.

„Gstreamer saved my job!“

Die letzte Rettung ist dann oft ein glückliches Open Source Tool, im angesprochenen Fall das Framework Gstreamer, welches das Projekt buchstäblich gerettet hat. Ein wirklich spannender Vortrag, super vorbereitet und die Zuhörer mit Fragen (welche sie auch stellen konnten)  eingebunden, der dazu beigetragen hat, dass die Wertschätzung vieler Anwesenden für Open Source und Linux Software weiter zugenommen hat.

Extraterrestical Geeks from the netherlandish Rechenzentrum

Nebenbei (nochmal) erwähnt, das Mittagessen war nicht nur sehr lecker. Für  Besucher mit Allergien oder Unverträglichkeiten war es ebenso wohlschmeckend, wie auch für Vegetarier, da die Messeleitung im vorraus geplant und auf die über 2000 Besucher sehr gut vorbereitet war.

Offen für(mit) Linux: Mitarbeiter eines Niederländischen Providers

Datensicherung von einem Petabyte pro Woche

Wo werden vom Petabyte Datenaufkommen von einem Tag jeweils ein Petabyte pro Woche gesichert?

Keine schwere Frage. Denn wer mag es nicht gern, das Cern. Für die Datensicherung zuständig und stark an den wissenschaftlichen Hintergründen interessiert, zeichnete sich Jakub Moscicki.

Open Source und Linux live

Tux Bosom und oder Plunderteilchen

Ich traf ihn später beim Essen. Als wissenschaftlich stark interessierter Besucher begeisterten mich seine Ausführungen, welchen Herausforderungen seine wissenschaftlichen Kollegen beim Auswerten der Daten begegnen.

Vom kompensieren der äußeren Einflüsse (z.B. selbst der Werkstoff, aus dem die eingesetzten Sensoren bestehen, beeinflussen die Messergebnisse sehr stark), zur Auswahl der Daten bis zum sichern derselben trägt Open Source dazu bei, dass der Aufbau des Universums mit anderen Augen gesehen werden kann.

Need something to bite 😉

Vip Dinner in der Innenstadt

Ein ganz besonderer Höhepunkt der LinuxCon war das VIP Dinner in der Innenstadt von Düsseldorf. Hier wurden die Größen der Linux Unternehmens-Community und euer bescheidener Blogger eingeladen. Auch hier ergaben sich interessante Gespräche über Unternehmensziele, den Aufbau neuer Märkte oder einfach nur Geplauder über das lösen technischer Herausforderungen.

 

Interview mit Linus Torvalds auf der Linuxcon 2014 Teil 2

Hier gehts zum ersten Artikel der Serie (link)

ıllıllı  Das waren mal wieder ein paar Eindrücke von der LinuxCon. Der dritte Artikel kommt in kürze. ıllıllı

 

 

 

 

 

Jan 012015
 

So, wie schon länger versprochen, möchte ich hier, auch wenn es etwas länger dauerte, eine kleine Messe Nachlese der LinuxCon in Düsseldorf beginnen.

Wie war das Linuxjahr 2014? Mein Jahr war sehr geschäftig und so fand ich nicht so viel Zeit für den Blog. Die drei Tage auf der Linuxcon 2014 / Cloudcon / Embeddedcon waren einfach überwältigend. Ich schreibe über das Messefeeling, ein kleines Experiment, welches möglicherweise wenige zur Kenntnis genommen hatten und meine subjektiven Eindrücke.

Nachdem ich das komplette Wochenende auf einer ganz anderen, aber besonderen Veranstaltung gewesen war, hatte ich natürlich nicht die Möglichkeit, relaxt Montag früh auf der LinuxCon / EmbeddedCon /CloudCon zu erscheinen. Tatsache, es war nicht nur meine allererste LinuxCon. Und nun hier mein Outing: Es war meine absolut erste öffentliche Linux / Open Source Veranstaltung, welche ich je besucht hatte. Man mag es nicht für möglich halten, aber so ist das.

Kongresszentrum in Düsseldorf

Kurz nach 5:00 morgens fuhr ich nun quer durch Deutschland, ins von mir aus weit südliche Düsseldorf. Unterwegs machte ich mir so meine Gedanken, wie so eine LinuxCon ablaufen würde. Im Vorfeld wusste ich, ich würde es mit Ausstellern, von denen einige auch Sponsoren der Messe waren, mit Vertretern der ehrwürdigen Linux Foundation, einigen bekannten Gesichtern und großen Namen und Auditoren zu tun bekommen.

Jedenfalls war mir, wie geschrieben, nicht klar, was mich erwarten würde. Live Kontakt mit Linux Unternehmen oder Geeks aus der Linux Szene hatte ich bisher selten, bis auf Foren und meinen Blog natürlich. Ich freute mich zwar schon auf die Fachsimpelei und Erfahrungsaustausch mit linuxbegeisterten Anwendern und Entwickern. und doch blieb ein etwas mulmiges Gefühl… welches auf der LinuxCon allerdings schnell wie weggeblasen war. Doch dazu später mehr.

Und besonders erwartete ich, kleiner Linux Ensign, vielleicht auch nur Citizen, natürlich die Stippvisite von Linux Kernel Linus Torvalds, der als Sprecher angekündigt wurde. Mal sehen, ob ich den Linux Gründer und Erfinder zu Gesicht bekommen würde.

Nein Leute, Euer Multimedia Blogger hält nichts von besonderer Menschenverehrung oder Autogrammjägern. Und diese Einstellung scheint sich wirklich auch durch die Messe zu ziehen. Hier waren viele Anwesend, die sich in welcher Art auch immer um Linux oder Open Source verdient gemacht haben.

Keine Starallüren und allerorts Hilfsbereitschaft

Mein erster Eindruck deckte sich nicht mit meinen Befürchtungen, das wenigste wäre, mein Englisch reiche nicht aus. Da die Messe in Deutschland stattfand, gab es viele deutschsprechende Besucher, jedoch gerade die Aussteller waren zu 99 % rein englischsprechend. Die Kommunikation hat super geklappt und machte viel Spaß.  Teils konnte ich meine mittlerweile guten Russisch Kenntnisse einsetzen, da auch viele Besucher und einige Aussteller aus den östlichen Staaten angereist waren. Hier war die Freude über mehr Verständnis beidseitig vorhanden und Interviews wurden dadurch erleichtert.

Auch hier mehr Speed mit Linux

Hie und da triffst du Leute, die am Kernel mitarbeiten oder an Distributionen wie Debian oder Leute vom KDE Projekt, wie mir das 2014 passiert ist.

Gerade was die Anwesenden betraf, wurde ich über die (in Bezug auf Fachbereiche) und kulturelle Vielfältigkeit überwältigt. Hier gab es nicht nur typischen Netzwerk-Admin oder den Entwicker-Freak, sondern zudem Headhunter, Unternehmer, Wissenschaftler, Ingenieure und und und..

Aussteller und Sponsoren

Und trotzdem sah man das niemandem an oder merkte irgendeine Tendenz zur Grüppchenbildung oder Abwinken bezüglich Kreativenkonferenz besonders wichtiger VIPs. Ok, das eine oder andere Interview fand schon in manch hinteren Räumen statt. Das war jedoch geplant und zeit technisch wichtig. Leute, die viel beschäftigt sind, haben nicht immer so viel Zeit, wie ich gerade auf der Messe hatte, um mit vielen Anwesenden zu plaudern.

Gerade die Aussteller fühlten sich frei, besonders ausführlich Auskunft über die aktuellen Projekte zu geben. Sei es die patentierte Search Engine oder  über die eingesetzte Distro des Rasperri Pi Clones. Daumen hoch, so war der Eindruck.

Yes we can Embedded Linux-Platine too!

Experiment: Welchen Tunnel nimmt der Linux Geek?

Ort: BMW-Stand

Versuchspersonen: Messebesucher (Linux Geeks)

Hilfsmittel:

  • Aktuelles Automobil von BMW
  • Junge hübsche Linux Software Entwicklerin (JHLSE) als Köder Nr.1
  • Koffer mit Linux Platine als Köder Nr. 2

Linux contra Limousine

Aufbau des Experiments: Man nehme einen aktuellen blank gewienerten BMW und hiefe ihn in den 2. Stock der LinuxCon und versuche, die Aufmerksamkeit der Messebesucher auf sich zu ziehen. Dazu achtet man darauf, wenn möglich zu den vorhandenen BMW Linux Entwicklern noch eine junge! hübsche!! Linux Entwicklerin!!! zur Seite zu stellen. In unserem Versuchsaufbau hat man das alles geschafft und Köder Nr.1 geschickt in Szene gesetzt.

So nun zum Köder Nr.2, dem Koffer. Dieser wird auf der Theke des Standes plaziert. Soviel zum Aufbau des Experiments.

Linux contra Lustobjekt

Nun die wissenschaftliche Frage: Welcher Versuchsaufbau übt die größte Anziehungskraft aus. Auf der LinuxCon, versteht sich! Werden sich die hauptsächlich männlichen Messebesucher darum schlagen, das Automobil und /oder die JHLSE Mitarbeiterin  zu begutachten? Auf dem Münchner Oktoberfest, wäre die Antwort sicherlich eindeutig im vornherein klar. Nicht so auf der LinuxCon, denke ich.

Ich war wirklich gefühlte 6 mal am Stand von BMW und tatsächlich. Kein einziges mal sah ich jemanden im Auto oder über den Lack streichen. Der Sicherheitsmann, der daneben saß und drauf achten sollte, dass niemand die Kiste anschmeißt, war ziemlich arbeitslos.

Es wurden also Fragen nach Prozessor, Distro, Embeddedetc bestellt und nicht nach Hubraum, Verbrauch oder Schuhgröße oder Kontaktdaten der Mitarbeiterin.

Ein erfolgreiches Experiment, welche der Nachwelt lange in Erinnerung bleiben sollte 😉

Linux loves Leitplanke

Interessant, dass es sein kann, dass ein niegelnagelneuer BMW ausgestellt wird und sich niemand dafür interessiert, sondern nur für ein weniger aerodynamsches Köfferchen, dass die Linux Technik für das Boradsystem beinhaltet.

Running linux needs power

Eines der besten Möglichkeiten des Austauschs war für technisch Interessierte sicherlich die Zeit des Essens. Morgens, Mittags, sowie über den ganzen Tag verteilt wurden alle Messebesucher von Kaffee bis Obst mit allem physischen versorgt, was zur angenehmen relaxten Athmosphäre sehr beitrug.

Hier ergaben sich teils interessante und lehrreiche Gespräche.

Top Organisation ..

.. nette Bedienung

.. viel Raum für Innovationen

Open Source makes Money

Noch lange bevor politische Kräfte in großen Städten darüber abstimmen, ob der Umstieg zu Linux eine gute Idee war, gibt es Firmen, die erfolgreich die IT von Unternehmen neu strukturieren, um die vielen Vorteile von Open Source und Linux zu nutzen.

Und für Öffentlichkeits- und Sponsorarbeit bleibt dann auch noch Zeit, wie das  folgende Foto dieses zeigt.

Vorab stelle ich hier, gefilmt von meinem Nexus 5, ein Interview aus der ersten Reihe von Raum 1 in Düsseldorf zur Verfügung.

Die drei Teile der Videos, in denen Linus Torvalds, Linux Gründer und Coredesigner, Fragen zur Politik und mobilen Zukunft des Linux Kernels beantwortet, sind auf diesen und die nächsten zwei Artikel verteilt. Natürlich gibt es das Interview schon länger auf meinem Youtube Kanal. Viel Spaß beim schauen.

 

Das Interview leitet Dirk Hohndel.

 

 

 

 

 

Interview mit Linus Torvalds auf der Linuxcon 2014 Teil 1

Und: Hier gehts zum 2. Teil der Artikelserie (link)

 

ıllıllı  Wie gesagt, hier nur kurz ein paar Eindrücke der CloudCon 2014 in Düsseldorf. Der Auftritt von Linux Torvalds am dritten Tag war sicher der Höhepunkt der LinuxCon. Man hörte, dass er nicht auf jeder Messe erscheint. Das kann man sich auch vorstellen, denn wie jeder von uns, gibt es ja neben dem Marketing oder Präsentation auch das richtige Leben, in dem Verpflichtungen auf einen warten. ;-)ıllıllı